Krisenintervention bei Menschen nach der Konfrontation mit dem plötzlichen Tod – die peritraumatische Krisenintervention
Die peritraumatische Krisenintervention versteht sich als sekundärpräventive Maßnahme gegen traumabedingte Störungen und initialisiert Trauer. Ihr Ziel liegt darin, dem Betroffenen so früh wie möglich, noch während der traumatogenen Exposition, den Zugang zu seinen persönlichen und sozialen Ressourcen zu ermöglichen. Der Hinterbliebene kann sich stabilisieren und strukturieren, indem die Situation entdramatisiert bzw. normalisiert wird sowie Orientierung, Transparenz und Verlässlichkeit erfahrbar werden. Er bekommt einen adäquateren Zugang zur Realität, die zumeist darin besteht, die Irreversibilität des Todes anzuerkennen. Die Akzeptanz der Irreversibilität sollte für die Gestaltungsmöglichkeiten in den Stunden und Tagen nach dem Ereignis genützt werden.
